Gefühl

Der Begriff Gefühl stammt aus der Emotionspsychologie. Es handelt sich dabei um einen Zustand des Erlebens und Empfindens.

Häufig wird die Wahrnehmung als seelische Regung beschrieben.

Definition

Bei dem Gefühl handelt es sich um den Prozess der Bewusstwerdung von Emotionen. Diese können durch den Vorgang im weiteren Verlauf vom Betroffenen verbalisiert und zum Ausdruck gebracht werden.

Durch den Prozess der Bewusstwerdung werden Emotionen wie auch Stimmungen näher vom Betroffenen betrachtet. Er widmet sich damit absichtlich dem inneren Erleben und reflektiert seine seelischen Vorgänge. Es erfolgt eine kognitive Verarbeitung. Dabei werden mehrere Einflussfaktoren berücksichtigt. Das Erlebte wird umfassend bewertet und kann dadurch Veränderungen erleben.

Es kommt bei der Verarbeitung des Erlebten zur Suche nach Ursachen und Erklärungen. Des weiteren wird nach vergleichbaren Erfahrungen im deklarativen Gedächtnis gesucht. In diesem Teil des Gedächtnisses wird das explizite Wissen gespeichert.

Durch das Ziehen von Vergleichen wird unter anderem die Intensität gesteuert oder die Dauer beeinflusst. Erinnerungen können bei der Bewältigung hilfreich sein. Unter negativen Aspekten können sie jedoch auch zu anhaltenden Vorgängen führen. Unabhängig von der Bewertung wird das menschliche Verhalten wesentlich durch die vorhandenen Gefühle beeinflusst, reguliert sowie gesteuert.

Bei der Bewusstwerdung von Emotionen handelt es sich um einen Prozess, der erlernt werden muss. Da oftmals mehrere Emotionen zeitgleich erlebt werden, müssen sie differenziert analysiert werden. Um sie ausreichend unterscheiden zu können bedarf es Erfahrung.

Im Laufe des Lebens werden Emotionen neu bewertet. So kann es sein, dass ein Erlebnis zeitnah als positiv und Jahre später als negativ eingestuft wird. Umgekehrt ist dieser Vorgang selbstveständlich ebenfalls möglich. Der Prozess der Bewusstwerdung kann von einigen Minuten bis hin zu einem lebenslangen Prozess andauern. Die Ergebnisse können sich zudem im Laufe der Zeit verändern.

Meist handelt es sich jedoch um kurzfristige emotionale Erlebnisse, die bewusst werden. Im Alltag gibt es täglich mehrere Situationen, die emotionale Veränderungen hervorrufen. Diese werden kognitiv kategorisiert, um angemessene Handlungen vornehmen zu können.

Von dem Gefühl abzugrenzen sind die Begriffe Affekt, Stimmung sowie Emotion.